Good night – bat night?

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Um das einzige fliegende Säugetier besser kennen zu lernen, machten die Klassen 7A und 8A am 27.07. eine Exkursion in die fränkische „Gotham City“ – ins Flatterhaus nach Hellmitzheim. Die interaktive Ausstellung vor Ort war durch „erlebbare Information“ sehr spannend gemacht. Dabei ließen die beiden Biologinnen des LBV keine Frage rund um Fledermäuse offen: Sie sehen mit den Ohren, fliegen mit den Händen und schlafen kopfüber. Und nein, sie trinken nicht unser Blut. Es gibt sie tatsächlich, die sich vom Blut anderer ernährenden Fledermäuse – jedoch ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent. Verblüfft hat uns, dass die fliegenden Mäuse eigentlich mit ihren HÄNDEN „flattern“. Zwischen ihren Fingern spannt sich eine Flughaut. Sie besitzen auch Daumen, die sie z. B. zum Greifen nutzen. Nimmt man es genau, sehen Fledermäuse eher mit ihren „Ohren“. Der Sehsinn ist stark unterentwickelt. Während des Fluges stoßen sie ununterbrochen kleine Schreie im Hochfrequenzbereich aus. Die dabei ausgesandten Schallwellen treffen z. B. auf die Körper ihrer Beute und werden als Reflexion zurück ins Fledermausohr geworfen. Anhand dieses Echoortungssystems erkennt das vornehmlich nachtaktive Tier die exakte Position und Größe seiner Beute und kann auch im Stockdunklen zielgenau navigieren und zuschnappen.

Plätze zum „Abhängen“ gesucht: Zum Schutz vor Beutegreifern, zum Überwintern [sie halten Winterschlaf], zur Aufzucht ihrer Jungen sind Fledermäuse auf geschützte Quartiere angewiesen, die gleichzeitig über ein Jagdrevier mit ausreichendem Nahrungsangebot verfügen. Sie bevorzugen Höhlen, Schlupflöcher in Lagerschuppen, Kirchtürmen und Mauerritzen in alten unbewohnten Gebäuden. Durch unsere moderne Bauweise und Sanierungsmaßnahmen zerstört der Mensch unbewusst die Lebensräume der „Flugmaus“.

Das Thema der Friedensbewegung „Blumen statt Bomben“ haben die Biologinnen im praktischen Teil der Exkursion abgewandelt: „Blumen in Bomben“

Sie stellten mit den SchülerInnen seedbombs her. Die Saatmischungen wurden individuell gemixt. Die Aussaat insektenfreundlicher Pflanzen soll die Insektenpopulation und -vielfalt fördern und somit auch die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse gewährleisten.

Welch` geniales und wirklich schätzens-/schützenswertes Tier so eine Fledermaus doch ist.

Susanne Ziegler

Co-Klassenleiterin der 7A

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